Marktforschung in der Ukraine

Scouts/Interviewer in den Ballungsräumen:*
Kiev, Charkiv, Dnipropetrowsk
*weitere Präsenzen auf Anfrage
Hauptstadt:
Kiew
Fläche:
579.330 km²

Nach Russland war die Ukraine mit einer Produktion von einem vierfach höheren Output als die rangnächste Republik bei weitem die wichtigste wirtschaftliche Komponente der ehemaligen Sowjetunion. Sein fruchtbarer Schwarzboden erzeugte mehr als ein Viertel der landwirtschaftlichen Sowjetgüter und seine Bauernhöfe belieferten andere Republiken mit beträchtlichen Mengen von Fleisch, Milch, Getreide und Gemüse. Weiterhin stellt seine vielfältige Schwerindustrie anderen Regionen der ehemaligen USSR ebenso einzigartige Ausstattung (wie Rohre mit großem Durchmesser) und Rohmaterialien für Industrie- und Bergbaubetriebe (wie vertikale Bohrapparaturen) zur Verfügung.

Das Land ist von den Importen im Energiesektor abhängig, hier im speziellen von natürlichem Gas, das etwa 85% des jährlichen Energiebedarfs darstellt. Kurz nach der Unterzeichnung der Unabhängigkeit im Dezember 1991 hat die Regierung die meisten Preise liberalisiert und einen rechtlichen Rahmen für Privatisierungen aufgestellt, diese wurden allerdings aufgrund des weitverbreiteten Widerstandes gegen die Reformen innerhalb der Regierung und dem Abwürgen der Reformen durch den Gesetzgeber zu einem Rücktritt geführt. Der Output im Jahr 1999 fiel auf weniger als 40% vom 1991iger Stand. Ende 1993 führte eine zu lockere monetäre Politik zu einer Inflation mit hyperinflationären Zügen.

Die Abhängigkeit der Ukraine vom Energieangebot Russlands und der Mangel an signifikanten strukturellen Reformen machten die Wirtschaft des Landes anfällig für externe Schocks. Ein Disput mit Russland über Preise führte zu einem zeitweisen Aussetzen der Gasversorgung; das Land unterzeichnete im Januar 2006 ein Abkommen mit Russland, das den Preis für russisches Gas fast verdoppelte und der Wirtschaft somit fast 1,4-2,2 Mrd. Dollar kosten und einen Abfall des BIP um 3-4% bewirken könnte. In einem im März 2005 eingeführten Budgetgesetz strich die ukrainische Regierung die meisten Steuer- und Zollprivilegien in der Hoffnung, eine verstärkte wirtschaftliche Aktivität aus der Schattenwirtschaft zu entwickeln, allerdings bedarf es weiterer Verbesserungen, wie der Bekämpfung von Korruption, der Entwicklung eines Kapitalmarktes und der Schaffung eines rechtlichen Rahmens für Geschäfte.

Reformen auf den politisch sensiblen Gebieten der strukturellen Reformen und Grundstücksprivatisierungen sind immer noch zurückgeblieben. Externe Institutionen, im speziellen die IMF, konnten das Land zu einem schnelleren Umsetzen der Reformen bewegen. Das BIP wuchs um 2,5% im Jahr 2005, zum Vergleich 12,4% in 2004. Der derzeitige Kontoüberschuß erreichte 2005 2,2 Mrd. Dollar. Die Privatisierung von Kryvoryzhstal steelworks Ende des Jahres 2005 erwirtschaftete 4,8 Mrd. Dollar Einnahmen für die Regierung. Einige der Einkünfte wurden zur Finanzierung des Haushaltsdefizit genutzt, andere für die Rekaptitalisierung zweier Staatsbanken, wiederum einige um die öffentliche Verschuldung zu senken. Der Rest wird für die Finanzierung der zukünftigen Finanzdefizite verwendet.

Soziodemographie

Bevölkerung
45.700.395
(Stand
07/2009)
Alterstruktur
0-14 Jahre:
13,8%
(männlich
3.238.280
/ weiblich
3.066.594)
15-64 Jahre:
70,3%
(männlich
15.399.488
/ weiblich
16.742.612)
65 Jahre und älter:
15,9%
(männlich
2.422.311
/ weiblich
4.831.110)
(Stand
2009)
Wachstumsrate Population
-0,63%
(Stand
2009)
Ethnische Gruppen
Ukrainer 77,8%, Russen 17,3%, Weißrussen 0,6%, Moldawier 0,5%, Krim-Tatar 0,5%, Bulgarier 0,4%, Ungaren 0,3%, Rumänen 0,3%, Polen 0,3%, Juden 0,2%, Andere 1,8% (2001 census)
Regierungsform
Republik

Wirtschaft

Wirtschaftszweige Anteile Industrie
31,7%
(Stand 2008)
Wirtschaftszweige Anteile Landwirtschaft
9,3%
Wirtschaftszweige Anteile Dienstleistungen
58,9%
BIP - reales Wachstum
2.1%
Investitionsrate
27,2%
(Stand 2008)
Inflationsrate
25,2%
Arbeitslosenrate
3,0%
(Stand 2008)
Exporte in Mrd. $
67,72
(Stand 2008)
Importe in Mrd. $
84,65
(Stand 2008)
Exportländer
Russland 23,9%, Deutschland 11,8%, China 8,5%, Polen 8,1%, Turkmenistan 5,4%
Importländer
Russland 23,3%, Türkei 7,9%, Italien 5,8%